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Musik-Zeit-Leben-Raum (in gekürzter Form erschienen in Positionen 2006) |
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‚Klangraum’ im ‚Kunstraum Düsseldorf’ |
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‚Klangraum’ ist das
Musikveranstaltungsprogramm von Antoine Beuger im ‚Kunstraum Düsseldorf’.
Diese städtische Galerie ist im Erdgeschoß der ehemaligen Maschinenfabrik
‚Jagenberg’ in der Himmelgeister Straße ansässig, einem weiß gekachelten
vierstöckigen Fabrikgebäude aus der Gründerzeit, das heute Ateliers und
Künstlerwohnungen, ein Cafe, einen Veranstaltungsort für Jazzkonzerte (Alte
Schmiede) und verschiedene Ämter beherbergt. Kunstraum, ein L-förmiger, etwa
5 m hoher Raum, ca. 400 m² groß. Loftatmosphäre, weiße Wände, grauer
Zementboden, wenig Wand, der Raum wird durch Fenster dominiert, große
bodentiefe zum Hof und kleinere zum rückwärtigen Außenraum, wodurch sich eine
offene und transparente Atmosphäre ergibt - auch die Geräusche der hinter dem
Gebäude spielenden Kinder und des allgegenwärtigen Straßenverkehrs sind zu
hören. Ein metamorphosierter Raum, gewandelt von einer Produktionshalle - einem
Arbeits- und Zweckraum, gefüllt mit Maschinen und Menschen, aus dem die Laute
des Arbeitens nach außen dringen - zum leeren Raum für die Kunst, zu einem
Raum in dem das Außen klingt, der von Außen einzusehen, offen und durchlässig
ist. Keineswegs ein ‚idealer’ Raum, weder für Konzerte noch für bildende
Kunst. Ein klarer einfacher Raum, akustisch einer kleineren Kirche
vergleichbar. Ein schöner schlichter Ort, der aufgrund seines Grundrisses und
seiner akustischen Gegebenheiten spezielle Anforderungen an die Veranstalter
und Aussteller stellt, der als Ort Berücksichtigung fordert, in die
Konzeption eines Ereignisses einbezogen werden muss, eben der Ort, an dem
sich mit dem ‚Klangraum’ eine Kultur der Besinnung und des Innehaltens
präsentiert. |
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Programm als Metastruktur |
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An diesen Ort hat Antoine
Beuger mit inzwischen ständiger Unterstützung des Kulturamtes der Stadt
Düsseldorf und projektbezogener Förderung durch die Kunststiftung NRW, seit
Oktober 1994 weit mehr als 250 Konzerte und verwandte Ereignisse
‚installiert’. Ermöglicht wurde dies trotz des für den Umfang der
Veranstaltungen allzu kleinen Budgets durch das enthusiastische Engagement
Beugers und der beteiligten Künstler. Hier sind stellvertretend für viele
andere zu nennen: John Mc Alpine, Clemens Merkel, Tobias Liebezeit, Normisa
Pereira da Silva, Bartonworkshop und James Fulkerson, das Ensemble QO2, das
Quatuor Bozzini. |
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Wer Beugers Musik kennt,
weiß, dass er seine zweite Schaffensphase nach 1990 vorwiegend der
experimentellen und geistigen Auseinandersetzung mit John Cages Stück 4’33’’
widmete: wie kann Komponieren sich entwickeln, wenn man 4’33’ als Werk /
Nichtwerk ernst nimmt und die unmittelbaren und mittelbaren künstlerischen
Konsequenzen auslotet? Wie ändert sich musikalisches Denken, setzt man sich
mit den verschiedenen Erscheinungsformen von Stille, als auch mit der radikal
nichtintentionalen Haltung des Komponisten auseinander? Der Erforschung
solcher kompositorischer Fragen – seit 2002 auch zunehmend der Musik mit
stehenden Klängen - ist auch die Konzertreihe ‚Klangraum’ in bewundernswerter
Geschlossenheit und Stringenz gewidmet. Das macht die Konzertreihe selbst zu
einem ständig wachsenden ‚Werk’, einer Forschungsreihe, die abseits dessen,
was in den Kulturinstitutionen als „Neue Musik“ präsentiert wird, eine
gänzlich eigenständige Sicht auf die Musik der Gegenwart eröffnet.
Musikalisch stehen die Kompositionen John Cages und seiner Wegbegleiter (wie
z.B. Christian Wolff und Alvin Lucier) ebenso im Zentrum der Veranstaltungen
wie die seiner ‚Nachfolger’, von denen sich etliche in der Komponistengruppe
Wandelweiser versammelt haben: |
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Die Verortung an der
Peripherie und die kompromisslose Anerkennung der homogenen Konsequenz der
Veranstaltungsreihe durch das Kulturamt der Stadt Düsseldorf ermöglicht eine
Freiheit zur programmatischen Beschränkung, eine mittlerweile zehnjährige
Metastruktur von musikalischen Ereignissen, von der jeder Festivalmacher nur
träumen kann. Abseits der Frage nach Publikumswirksamkeit wird hier
beharrliches experimentelles Arbeiten gefördert: So wurde z.B. bislang
weitgehend unbekannten KomponistInnen wie Eva-Maria Houben oder André O.
Möller die Möglichkeit gegeben, ein umfangreiches Konvolut ihrer Arbeiten zur
Aufführung zu bringen. Anlässlich der seit dem Jahr 2000 bereits sieben mal
durchgeführten Komponistenwochen „Wandelweiser in Residence“, treffen
Komponisten und Musiker zusammen, proben, sprechen und konzertieren
gemeinsam. |
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Einen besonderen
Schwerpunkt des Klangraumprogramms stellen Veranstaltungen dar, die den
gängigen |
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Zeit - Kunst |
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Schon Arnold Schönberg
meinte in seiner Harmonielehre von 1911, dass der Tonhöhe in der Musiktheorie
und in der kompositorischen Praxis ein zu großer Anteil der Aufmerksamkeit
gegolten habe. Der Serialismus erhob andere Parameter zur Gleichrangigkeit
und verlor sich dadurch in Überdifferenzierung. Für eine neue kompositorische
Systematik wurde eine grundsätzlichere Fragestellung erforderlich und eine
Fokussierung auf einen beliebigen anderen Parameter von Musik als die Tonhöhe
hätte nur eine Verschiebung des Problems bewirkt. Als ‚Essentialisierung’,
als verallgemeinernde Möglichkeit bot sich an, die Musik vordringlich als |
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John Cage ordnete die Frage
nach der gemessenen Gesamtdauer eines Stückes häufig allen anderen
kompositorischen Entscheidungen vor. |
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Wenn eine der wesentlichen
kompositorischen Entscheidungen die über die Gesamtdauer des Stückes ist,
liegen Versuche mit wesentlich längeren Zeitabschnitten bereits im
experimentellen Gesichtsfeld. (Im übrigen auch mit wesentlich kürzeren – hier
sei auf Kunsu Shims sensationelles 3-5 Sekunden langes Chamber Piece No.1
verwiesen). |
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Carlo Inderhees hat mit
seiner konzeptionellen Konzertreihe ‚3 Jahre – 156 Musikalische Ereignisse –
Eine Skulptur’ (Skulptur: Christoph
Nicolaus) von 1997 bis 1999 eine kollektive Klangkonzeption verwirklicht, die
weit über die Maße bisher realisierter kompositorischer |
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Zwei andere dreiwöchige
Ereignisse im Klangraumprogramm verdienen aber als Beispiele für eine neue
Sicht auf |
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Ausstellungsperformance |
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Am I really here or is it only
art?[1] |
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Der Maler, Installations-
und Performancekünstler, Cellist und Komponist Marcus Kaiser (*1967)
veranstaltete von 3.8.2003 bis zum 23.8.2003 sein ‚OPERNFRAKTAL 21 TAGE’ im
Kunstraum. Kaiser, dessen gesamtes Oeuvre eine komplizierte und tiefsinnige
Verschränkung der verschiedenen Kunstgattungen, in denen er zu Hause ist,
darstellt, und dessen Lebensort auch Atelier und Veranstaltungsraum für die
von ihm initiierte Reihe ‚Kaiserwellen’ ist,
nannte viele seiner früheren akustischen Arbeiten, ‚Klanginstallation
mit Instrumenten’. Häufig spielt bei diesen Ereignissen die Tonaufnahme einer
festgelegten musikalischen Aktion eine Rolle, die dann bei späteren
Wiederholungen der musikalischen Aktion am selben Ort, oder je nach Konzept
auch einem anderen, wieder eingespielt und erneut in Kombination mit der
gegenwärtigen Aktion aufgenommen wird. Es öffnet sich somit ein
mehrdimensionaler |
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Da die Projektbeschreibung
von ‚OPERNFRAKTAL 21 TAGE’ sehr klar formuliert und aussagekräftig ist,
möchte ich sie hier weitgehend unverändert wiedergeben: |
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„Im gegebenen |
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"opernfraktal" ist ein Zustand
eingebunden in Architektur/Installation und Tätigkeit/Handlung und
Klang/Dauer im Sinne von "Chronotektur"; wie ein Aquarium
ausschnitthaft ungenügend ein Stück Amazonas oder ein Stück Tanganjikasee
nachbildet und den Fischen einen wirklichen Lebensraum bietet. Ausgehend von
einigen Grundelementen ist die Situation offen und kann sich verschiedenen
Gegebenheiten anpassen...“ |
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Im einrichtungsfreien
Kunstraum markierten vier offene ‚Metallwinkelkuben’ mit den Maßen
1,50*2,80*1,50 die vier Funktionsräume: ‚Küche/Bar’, ‚Kommunikation/Modell’
(in diesem Quader befand sich ein auf die Aktion bezogenes
Architekturmodell), ‚Elektronik/Arbeit’. Im vierten, ‚Intuition/Klang’
genannt, nahm der Instrumentalist zur Durchführung der alle sechs Stunden
stattfindenden Konzerte Platz. Zusätzlich gab es noch zwei Holzboxen von
2m*2m*2m aus OSB- Platten als nicht einsehbare Schlafwürfel und zwei große
Zeichnungen im selben Maß, wie die Frontflächen der Aktionsquader
(1,50*2,80), die ganzflächig wuchernde Urwaldvegetation zeigten. Aus Holz
speziell angefertigte Fotoboxen im Format DIN A4 waren zur Anfang der Aktion
als Leergut skulptural übereinander gestapelt, wurden Tag für Tag mit den
abgezogenen Digitalfotos des vorherigen Tages gefüllt und dann auf dem Boden
zur Ansicht aufgestellt, überwucherten also den Boden mehr und mehr. In
Marcus Kaisers Kunstauffassung spielt die Verschränkung von |
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21 Tage lebten, arbeiteten
und performten die vier Mitwirkenden im Kunstraum, die Grenzen ihrer
Tätigkeiten verflossen; ihre Anwesenheit war nicht verpflichtend, immer aber
war mindestens einer der Akteure anwesend. Zum Leben, Essen und zur
Übernachtung im ‚Vivarium’ war das Publikum ebenfalls eingeladen. Kaiser geht
es nach eigener Aussage darum, Alltäglichkeiten wie z.B. Nahrungsaufnahme und
Ruhen, nicht aus dem Kunstereignis herauszudrängen. Durch die Vorgabe der Gesamtzeit
der Performance war dies zwangsläufig gewährleistet, denn bei einem Event
dieser Dauer muss das physische Leben und die auftretenden Probleme des
Miteinanderlebens im Sinne einer kompositorischen Konzeption voll integriert
sein. Denn im Gegensatz zum Konzertritual, indem der Künstler durch schwarze
Einheitskleidung und Podiumsstellung entprivatisiert wird, bleibt jeder
Teilnehmer des Opernfraktals in seiner personalen und physischen
Beschaffenheit vollumfänglich wahrnehmbar - die Grenzen des Alltäglichen zur
Kunst ist Dauerthema. „Die Binnenstruktur des Stückes ist für mich weniger
interessant, als seine Peripherstruktur; ich reflektiere eher über ihre
Zusammenhänge, wobei ich nicht sicher bin, ob es überhaupt einen Zusammenhang
gibt.“ |
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Durch Ritualisierung des
Tagesablaufes mit Hilfe der regelmäßig stattfindenden Konzerte brach sich die
immer wieder entstehende Alltagssituation und ließ die Künstlichkeit der
Situation bewusst werden. Im übrigen diente diese Symmetrie aber auch der
Beobachtung von |
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Statische Klänge – bewegte Menschen |
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Einen |
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Die erste Veranstaltung
begann um 11.00 Uhr, jede folgende 1 ½ Stunden später, so dass die Aktionen
sich langsam in die Nacht, in die frühen Morgenstunden und wieder zurück in
den Nachmittag verschoben. Sechs große Lautsprecher waren auf die volle Länge
des Raumes verteilt. Ein Sechskanalsystem übermittelte je einen Sinuston pro Box – jeder Ton hatte somit
eine fest im Raum verankerte Quelle. Gleichzeitig waren zwei großflächige
Videoprojektionen installiert, die im übrigen bei den nächtlichen
Veranstaltungen die einzigen Lichtquellen darstellten. Die erste Projektion
zeigte verschiedene vorgefertigte Filme mit Wellenphänomenen. Die zweite
Projektion zeigte die Aufnahme einer weißen Wand des Kunstraums. Diese
Projektion wurde jeden Tag während der Performance erneut mit allen
Veränderungen abgefilmt – ab und zu lief jemand durchs Bild oder der Tänzer war
zu sehen - und am nächsten Tag wieder projiziert und abgefilmt. Auf diese
Weise zog sie die |
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Tonvorrat aller 23
neunzigminütigen Stücke waren die Teiltöne 2 bis 79 bezogen auf den Grundton
12,5 Hertz, dargestellt als Sinustöne. Aus deren Gesamtmenge wurden mit einem
einfachen algebraischen Verfahren die jeweils 12 Töne für jede Komposition
ausgewählt. Möller denkt sich Tonhöhe grundsätzlich als Funktion der Zeit,
Tonhöhe somit als Metrum, im Zusammenklang entsteht bei Tönen mit reiner
Stimmung eine rezipierbare Periodizität. Die Dauer jedes Teiltones wurde
aufgrund dieser Überlegungen in bewusst einfacher Analogie in Bezugnahme zu
seiner Nummer definiert – so hatte z.B.der 2. Teilton (25 Hz) eine Länge von
2 Minuten, der 79. (987,5 Hz) hingegen eine Länge von 79 Minuten. Höhere Töne
waren somit statistisch häufiger vertreten als tiefe. Jeder Ton war mit einem
Fade In zu seinem Maximum, das genau in seiner zeitlichen Mitte lag, und
einem unmittelbar darauf folgenden Fade Out versehen, wodurch sich die
Gewichtung der einzelnen Tonhöhen innerhalb der Klänge laufend veränderte. Da die Klänge zwar deutlich hörbar,
aber sehr statisch sind, wurde das Publikum eingeladen sich im Raum zu
bewegen - zu Fuß oder mit einem zur Verfügung stehenden Fahrrad. Die sich
bewegenden Körper veränderten den Klang und erzeugten Interferenzen, sowohl
für die sich bewegende Person als auch für alle anderen Hörer wahrnehmbar. Da
jeder Ton seinen Ort in einem bestimmten Lautsprecher hatte und diese weit
voneinander entfernt aufgestellt waren, konnte man als Hörer durch die
Auswahl seiner Position im Raum in einem gewissen Rahmen die Auswahl und
Gewichtung des Klanges selbst bestimmen. Der Hörer wird aus seiner physisch
passiven Haltung befreit und kann sich bewegend die Klänge, ihre Schwingungen
und Schwingungsknoten explorieren. Die menschlichen Körper und ihre
Bewegungen sind Bestandteil der Installation, die Akteure des jeweiligen
Mittelstückes beleben durch ihren spielerischen Umgang mit dem Gegebenen den
Raum - der Sänger erzeugt Schwebungen, verstärkt Differenz- und
Summationstöne und stört durch seine Unvollkommenheit die Reinheit der
elektronischen Klänge, der Tänzer erforscht den Raum – und inspirierten
manchen aus dem Publikum zu eigenen
Aktionen. |
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Möllers Anliegen ist die
Auflösung der Konzertsituation, der Zuschauerbeengung und der
institutionalisierten Passivität. Jeder Rezipient kann und muss seinen
eigenen Klangraum finden, kann seinen Lieblingsklang bilden, seinen
Lieblingston finden, den Anfang und das Ende des Stückes durch Eintreten und
Abgehen selbst bestimmen. |
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Der Konzertraum wird zum
Erfahrungsraum in dem sich Tageszeiten spiegeln - in Form von Licht- und
Geräuschsituationen. Publikum und Künstler verbringen in einem geregelten
Ereignisraum gemeinsame |
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Literaturliste: |
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Beuger, Antoine: Programm
des Klangraums seit 1994 auf www.wandelweiser.de |
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Kaiser, Marcus:
‚opernfraktal’ auf www.opernfraktal.kulturserver-nrw.de (auch Fotos) |
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Schlothauer, B:
Telefoninterviews mit M.Kaiser und A.O.Möller am 3. und 4.1.06 |
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Straebel, Volker: ‚garonne
(24) für sich’ in Positionen Nr.38 (1999) |
Straebel, Volker: 3 Jahre – 156
Musikalische Ereignisse – Eine Skulptur’, in
Dissonanz #62 (November 1999)
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